Beerdigung

Am Ende bin ich noch immer bei Dir…
So verschieden wie Menschen leben, so unterschiedlich sind auch die Möglichkeiten, von ihnen Abschied zu nehmen.
Für den Trauergottesdienst gibt es einen Ablauf mit Gebeten, Liedern, einer Predigt und einem letzten Segen. Das ist hilfreich, denn so müssen die Angehörigen keine eigene Form erfinden. Sie können aber mit Ihrer Pastorin oder Ihrem Pastor gemeinsam überlegen, welche Musik zu dem Verstorbenen passt, was ihm wichtig war in seinem Leben und Sterben, was sie ausgemacht hat.
In der Regel wird Ihre Pastorin oder Ihr Pastor Sie zu Hause besuchen oder Sie zu sich zu einem Gespräch einladen. Manchen Menschen hilft es, sich vor diesem Gespräch Stichworte und Daten aufzuschreiben oder Fotos herauszusuchen, die besonders wichtige Momente des Lebens festhalten. Vielleicht finden Sie in den Unterlagen einen Tauf- oder Trauspruch oder ein Gedicht, eine Liedzeile oder etwas wie ein Lebensmotto, das den Verstorbenen charakterisiert.
Sie müssen das Gespräch nicht allein führen. Ein Bruder, eine Tochter, die Freundin oder ein Nachbar können Ihnen zur Seite stehen und eigene Sichtweisen und Erlebnisse beisteuern.
Auch wenn die Angehörigen der Kirche eher fern stehen, ist es angemessen, einen verstorbenen Menschen kirchlich zu beerdigen, wenn sie oder er Christ war.
Wenn ein Mensch seinem Leben selbst ein Ende gesetzt hat, kann er selbstverständlich kirchlich beerdigt werden. Für die Angehörigen kann gerade dann die seelsorgerliche Begleitung eine große Hilfe sein.
Überlegen Sie in Ruhe, wo und wann der Trauergottesdienst stattfinden sollte. Das ist in der Friedhofskapelle möglich und auch in der Kirche Ihrer Gemeinde. Sie können das mit Ihrer Pastorin oder Ihrem Pastor, aber auch mit dem Bestatter besprechen.