Kirchengemeinde Eutin

Die Kirchengemeinde Eutin pflegt seit langem die Kontakte zu anderen Kirchen, eine wachsende ökumenische Gemeinschaft. So feiern wir am 11. November den Martinsumzug und einmal monatlich Taize – Gottesdienste jeweils in einer anderen Kirche.

Mittendrin sind wir im Leben der Generationen mit Kindergärten und Seniorentreffs, mit Unterricht, Jugendarbeit und aktuellen Themen, die in den Kreisen unserer großen Gemeinde diskutiert werden; weniger sicht- und hörbar ist es, wenn wir Sorgen oder Trauer der Menschen teilen und ihnen zuhören oder helfen. Dabei spielen auch unsere Gotteshäuser eine Rolle, allen voran die fast 800jährige Michaeliskirche am Markt mitten in der Stadt. In den Kirchen ist Raum für vielfältige Gottesdienste und ganz persönliches Innehalten. Dort ist auch die Musik zuhause. Eutin hat eine große kirchenmusikalische Tradition und aktuell in unserer Kirchengemeinde vier Chöre.

Verbunden sind wir auch der Stadt und ihren Bürgern, den vielen Vereinen und Kultureinrichtungen und den sozialen Aktivitäten. Dafür stehen bei uns viele Engagierte mit ihren Ehrenämtern.

Wir hoffen, Sie spüren von alledem etwas, egal, ob Sie hier zuhause sind oder als Gast die Stadt besuchen.

Wenn Sie sich jetzt denken: Na, alles wird nicht Gold sein; in der Kirchengemeinde werden sie auch nur mit Wasser waschen – dann haben Sie recht! Aber wir denken dabei an das Wasser der Taufe,das uns mit Jesus Christus verbindet und uns an unerem Ort und weltweit zu Geschwistern und Freunden macht.

Seien Sie willkommen!

Pastor Lutz Tamchina

„Herr, ich habe lieb die Stätte deines Hauses"
-Psalm 26,8¬
Immer noch bewegt es mich, wenn ich an den Brand in unserer Michaeliskirche im November 2004 denke: das Mitgefühl der Menschen unserer Stadt. Viele standen da – Tränen in den Augen. Manche hielten sich an der Hand. Andere beteten. Die Feuerwehrkameraden setzten ihre Gesundheit aufs Spiel zur Rettung unseres Gotteshauses.
Immer wieder rührt es mich, wenn mir Menschen unserer Gemeinde 5, 50 oder 500 Euro in die Hand drücken mit dem knappen Wort: „Für unsere Kirche". Und es freut mich, wenn wir selbst jetzt mitten in der „Baustelle Kirche" staunend und dankbar empfinden: „Was für ein besonderer Ort"!
Diese und viele andere Beispiele zeigen: wir haben sie lieb – die Stätte Seines Hauses!
Ja, viele haben unsere Kirche im Herzen Eutins lieb, auch wenn von diesen nicht alle sie regelmäßig zum Gottesdienst besuchen. Doch hier sind sie getauft und konfirmiert worden. Hier haben viele JA gesagt zu ihrer Frau, ihrem Mann: "JA, mit Gottes Hilfe!" Hier haben sie durch Gottes gepredigtes oder musiziertes Wort Trost und Ruhe gefunden. Von hier aus sind sie mit Seinem Segen im Herzen zu neuen Lebensufern aufgebrochen.
Aus Liebe erwächst Verantwortung.
Verantwortung auch, dieses Haus Gottes in seiner baulichen Substanz und seiner religiös-künstlerischen Ausstattung zu erhalten und zu pflegen. Und mehr noch: auch zu gestalten so, dass Gemeinde sich zu je ihrer Zeit darin mit Geist, Körper und Seele, also ganzheitlich zu Hause fühlen kann. Deshalb freue ich mich darauf, im großen heiligen Raum unserer ab September in neuem Glanze erstrahlenden St. Michaeliskirche mehr Gestaltungsfreiräume zu haben, Gemeinde als Gemeinschaft erlebbar zu machen. Und auch darauf, durch das neue, sich der Stadt und allen Menschen einladend öffnende Kirchenportal mit dem zum Süden hin gestalteten Kirchplatz die Botschaft auszurufen: Alle – alle sind ins Haus unseres Gottes eingeladen: Jung und Alt; Glückliche, Traurige, seelisch Gebrochene, Zufriedene, Kranke, Suchende, Glaubende, Zweifelnde …
Auf Begegnungen in der Stätte Seines Eutiner Hauses, die wir lieb haben, freut sich zusammen mit den Pastorinnen und Pastoren Maren Löffelmacher, Regine Sabrowski, Peter Brügmann und Lutz Tamchina.
Ihr Propst Matthias Wiechmann