Gottesdienst am 9. Mai

Am 9. Mai diesen Jahres wäre Sophie Scholl 100 Jahre alt geworden. Sie war eine Widerstandskämpferin gegen den Nationalsozialismus. Weil sie in der Widerstandsgruppe Weiße Rose gegen die Diktatur kämpfte, wurde sie gemeinsam mit ihrem Bruder Hans Scholl zum Tode verurteilt und am selben Tag hingerichtet. Nachdem sie zuerst überzeugte Anhängerin des Naziregimes, wandte sie sich bald vom Nationalsozialismus ab – nicht zuletzt unter dem Einfluss des christlichen Glaubens. Dieser Glaube ließ es nicht zu, dass sie verschwieg, was in Deutschland angerichtet wurde. Auf der letzten Seite ihres Tagebuchs stehen die Worte Jesu aus dem Johannesevangelium 16,33: „In der Welt habt ihr Angst, aber seid getrost, ich habe die Welt überwunden.“ Sophie Scholl wurde nur 21 Jahre alt.

Im Gottesdienst am 9. Mai um 10 Uhr im Haus der Begegnung, Am Schlehenbusch 8, gedenken wir an Sophie Scholl zu. Sie kann ein Vorbild sein, wie der Glaube ermutigt zum persönlich verantworteten Handeln. In diesem Gottesdienst stärken wir uns außerdem mit dem Heiligen Abendmahl. Bei der Wandelkommunion nehmen sich die Teilnehmenden Brot und Wein selbständig vom Altar, so dass die Abstände gewahrt bleiben.